NewsletterDer nächste Newsletter der Österreichischen Universitätenkonferenz erscheint im September 2010. Newsletter-ArchivNEWSLETTER 5/10 NEWSLETTER 4/102010-06-17KOMMENTARStudierenden-Sozialerhebung: „Stories“ und Fakten Leider war der Volltext der Studierenden-Sozialerhebung 2009 noch nicht öffentlich zugänglich, als über deren Ergebnisse jüngst in den Medien berichtet wurde. Denn so war die interessierte Öffentlichkeit der Möglichkeit beraubt, anhand der Quelle zu überprüfen, was da alles behauptet wurde. Manche werden sich in Anbetracht einiger medialer Botschaften wohl die Augen gerieben haben. So titelte etwa ORF-Online flockig: „Unis verstärken Klassenunterschiede." Und weiter im Text: „Der … Studierenden-Sozialbericht zeigt, dass immer weniger Menschen aus unterprivilegierten sozialen Schichten einen Hochschulabschluss haben. Der Fehler liegt irgendwo an den Unis, denn am Anfang ist das soziale Spektrum noch ausgewogen …" - Wie bitte? INLANDSPÖ-Landeschefin Burgstaller für Uni-Zugangsbeschränkung in Massenfächern „Die Massenuniversität ist eine Zumutung.“ Derartige Töne, wie sie von Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller Ende Mai angeschlagen wurden, hatte man aus dem Mund von Spitzenpolitikern/innen der SPÖ noch nicht vernommen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten der Universitätenkonferenz (uniko), Rektor Hans Sünkel (TU Graz) und Rektor Heinrich Schmidinger (Uni Salzburg) sprach sich Burgstaller - entgegen der Parteilinie - ausdrücklich für „Zugangsbeschränkungen in sachlich gerechtfertigter Form“ aus. Man müsse eine ernsthafte Diskussion führen, in welchen Fächern Aufnahmeprüfungen notwendig seien. Die derzeitigen Notverordnungen, die erstmals vor fünf Jahren als Folge des Ansturms deutscher Studierender an Österreichs Universitäten eingeführt wurden, bezeichnete Burgstaller als „Blamage“ für den Wissenschaftsbereich. Bürgermeister Häupl verspricht Universitäten Unterstützung der Stadt Wien Die mangelhafte Finanzierung der Universitäten war Hauptthema des Treffens von Rektoren und Rektorinnen aller Wiener Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, zu dem die beiden SPÖ-Politiker am 14. Juni eingeladen hatten. „Wenn jetzt an der Bildung gespart wird, steht die nächste Generation ohne Zukunftschancen da. Die Stadt ist in dieser unerfreulichen Diskussion eine verlässliche Bündnispartnerin der Universitäten. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir gegenläufig investieren, und dafür werden wir uns gemeinsam mit Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen stark machen", erklärte Häupl. Streiflicht im hochschulpolitischen Depot: Rektor Bast für „mehr Ehrlichkeit“ Ins düster ausgeleuchtete „Depot“ hinter dem Wiener Museumsquartier hatten die Jungen im Bund Sozialdemokratischer Akademiker/innen (BSA) zur Diskussion mit der ÖVP-Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung geladen, um zum Monatsbeginn Erhellendes über die Zukunftsperspektiven für die Universitäten zu erfahren. Mögliche Erwartungen des mehrere Dutzend Köpfe zählenden Auditoriums, vorwiegend SPÖ-nahe Studierende, nach Klartext wurden mehr als erfüllt - dafür sorgte schon die Podiumspräsenz von Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst und stellvertretender Präsident der Universitätenkonferenz, sowie von Heinz Mayer, Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Bast forderte in Gegenwart des Regierungsmitgliedes Beatrix Karl und von Studierendenvertretern nicht weniger als „mehr Ehrlichkeit in der Bildungs- und Hochschulpolitik“. EUROPÄISCHER FORSCHUNGSRAUMMinisterin Karl greift Anliegen des Forums Forschung auf Österreichs Wissenschafts- und Forschungscommunity habe die Chance genutzt, den Europäischen Forschungsraum aktiv mit zu gestalten, erklärte Wissenschaftsministerin Beatrix Karl in der zweiten Juniwoche angesichts der Vorbereitungen zum 8. EU-Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (Laufzeit 2014 bis 2020). Umso wichtiger sei es, dieses Engagement für das Hauptinstrument der EU zur Forschungsfinanzierung in Europa auch künftig sicherzustellen und bereits jetzt unter Einbindung sämtlicher Betroffener mit den Diskussionen zu beginnen. Die Beiträge würden laut Karl in das „österreichische Reflexionspapier" über das 8. Rahmenprogramm einfließen, das der Europäischen Kommission sowie den anderen Mitgliedsländern vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung bis Jahresende übermittelt werden soll. ZITAT DES MONATS„Wichtig ist, damit wir auch morgen und übermorgen noch Bildung und Forschung möglich machen in unserem Land, dass wir nicht über unsere Verhältnisse leben. Aber wir haben gesagt: Wenn eingespart werden muss, dann tun wir das nicht bei Bildung und nicht bei Forschung.“ NEWSLETTER 3/10 NEWSLETTER 2/10 NEWSLETTER 1/10
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